Am 9. Juni fand im traditionsreichen Pumpenwerk in Berlin der 14. Nationale MINT-Gipfel 2026 statt: Mit dabei viel Prominenz aus Politik Bildung und Wissenschaft - und die KSG. Das Ziel: Die MINT-Bildung in Deutschland nachhaltig stärken.
Das Jahrestreffen stand unter dem Motto „Gründergeist, Entrepreneurship und Innovationen: Wie entfesseln wir die Potenziale im MINT-Bereich?“ Voller Elan waren die über 260 Teilnehmer unterschiedlichster Akteure. Für die KSG, Mitglied im Nationalen MINT-Forum, dem Zusammenschluss von über 30 zivilgesellschaftlichen Organisationen, war Martin Bergmann, Referent Technik vor Ort.
Ein zentrales Highlight des Gipfels war die Vorstellung des neuen Aktionsplans „MINT+“ (Link) durch Bundesbildungsministerin Karin Prien und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär.
© Bild: Nat. MINT FORUMDas „+“ hebt hervor, dass MINT-Bildung weit mehr ist als isoliertes Fachwissen. Vielmehr sollen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik mit kreativen, kulturellen und gesellschaftlichen Perspektiven verknüpft werden.
Konsequenterweise versteht der Aktionsplan MINT-Bildung als „Grundlage für Zukunftskompetenzen und gesellschaftliche Gestaltungsfähigkeit“. Wichtig sei zudem, MINT-Angebote „chancengerecht und geschlechtersensibel“ zu gestalten, damit Geschlechterstereotype nicht darüber entscheiden, wer MINT-Kompetenzen entwickeln kann.
Parallel zum Aktionsplan des Bundes stellte auch das NATIONALE MINT-FORUM ein Aktionspapier vor. Im Vorfeld des Gipfels hatten Frank Henssler, Senior-Referent Bildung und Jessica Kuntz, Referentin Entrepreneurship bei der KSG, am Aktionspapier begleitend mitgewirkt.
Die KSG fördert mit verschiedenen Projekten und Initiativen nämlich genau das, was Aktionspapier und -plan fordern.
Allem voran das neue technische Leuchtturmprojekt techucate bringt genau diese Ideen auf den Punkt.
© Bild: NAt. MINT FORUMtechucate führt Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte spielerisch an Technik heran, fördert so kreative Ideen und vermittelt technische Inhalte praxisnah und fächerübergreifend – ganz im Sinne der drei pädagogischen Dimensionen des MINT+-Gedankens:
- Künstlerische, kreative Zugänge können den Einstieg in naturwissenschaftlich-technische Themen erleichtern und Kreativität freisetzen.
- Forschendes, phänomen- und projektbezogenes Lernen ist nah an der Lebenswirklichkeit orientiert, setzt auf Entdecken und Problemlösen und ermöglicht, Selbstwirksamkeit zu erfahren.
- Ganzheitliche Gestaltung bezieht sozio-ökonomische, politische, ökologische und kulturelle Perspektiven ein und reflektiert sie. Nur so können technologische Entwicklungen gesellschaftlich bewertet und zukunftsfähig mitgestaltet werden.
Und techucate ist auch ganz im Sinne des Stifters Karl Schlecht, der immer „Machen, nicht reden!“ propagierte. Martin Bergman war sehr erfreut über den Spirit und die Aufbruchstimmung beim Gipfel:
„Ich freue mich sehr, dass MINT im neuen Aktionsplan nicht nur als naturwissenschaftlich-technisches Fachgebiet verstanden wird. Vielmehr erkennt man an, dass kreative und gesellschaftliche Aspekte wesentliche Brücken zum Verständnis von MINT sein können. Genau diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgen wir auch mit techucate – so können wir noch mehr junge Menschen für MINT begeistern.“, so Bergmann, Leiter des Projekts techucate.
Dass die MINT-Themen eine hohe bildungs-, innovations- und wirtschaftspolitische Relevanz haben und mehr als ein Nischenthema sind, bewies auch die große Medienbeachtung des Gipfels. Über die Veranstaltung und den Aktionsplan MINT+ berichteten unter anderem die Tagesschau, der MDR sowie der Deutschlandfunk.
