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Wenn Liefern ethisch bedenklich wird!

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18.08.2026

Die LEIZ-FallstudienreiheRelational Economics in Practice ist ein zentrales Bindeglied zwischen Forschung, Lehre und Praxis. Sie machen Konzepte wie relationale Ökonomik, transkulturelle Führung, oder Verantwortung konkret und erfahrbar.

In der Lehre ermöglichen sie Studierenden, komplexe Entscheidungssituationen aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und eigene Urteile zu entwickeln. In der Praxis bieten sie Führungspersonen einen Reflexionsraum jenseits einfacher Best Practices. Herausgeber der Reihe sind Prof. Josef Wieland und Dr. Matthias Niedenführ.

Das Team des LEIZ hat für uns zwei besonders spannende Studien ausgewählt. Im Folgenden stellen wir die Fallstudie #7 vor.

Die Fallstudie #7 „Corporate Ethical Dilemmas and Relational Decision Making“ von Prof. Dr. Josef Wieland und Dr. Jessica Geraldo Schwengber behandelt ethische Herausforderungen in globalen Lieferketten. Prof. Dr. Wieland (Link Webseite LEIZ: Lehrstuhl für Institutional Economics, Organisational Governance, Integrity Management & Transcultural Leadership - Zeppelin Universität | Zeppelin Universität) leitet das LEIZ seit der Gründung 2012 als, Dr. Jessica Schwengber ist als Instituts Managerin des LEIZ tätig.

Die Fallstudie zeigt, wie Unternehmen mit Zielkonflikten zwischen wirtschaftlichem Erfolg, rechtlichen Vorgaben und sozialer Verantwortung umgehen können.

Im Mittelpunkt steht das amerikanischer Sportartikelhersteller FIT (Fantasy Name), der bei einem Zulieferer in einem Entwicklungsland mit Kinderarbeit und Korruptionsrisiken konfrontiert wird. Die Fallstudie verdeutlicht die Schwierigkeiten internationaler Unternehmen, globale Standards und lokale wirtschaftliche Realitäten miteinander zu vereinbaren.

Die Inhalte der Fallstudie sind insbesondere für international tätige Unternehmen mit komplexen Liefer- und Produktionsnetzwerken relevant, beispielsweise in der Textil-, Sportartikel-, Elektronik- oder Konsumgüterindustrie. Darüber hinaus eignet sich die Fallstudie für Unternehmen, die regulatorischen Anforderungen wie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, ESG-Standards oder internationalen Menschenrechts- und Nachhaltigkeitsrichtlinien unterliegen.

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Als Lösungsansatz wird ein relationales Entscheidungsmodell vorgestellt, das die Interessen und Verantwortlichkeiten aller beteiligten Stakeholder berücksichtigt. Die Fallstudie empfiehlt unter anderem den Ausbau von Compliance- und Kontrollmechanismen, eine engere Kommunikation mit Lieferanten, die konsequente Durchsetzung von Verhaltenskodizes sowie soziale Unterstützungsmaßnahmen wie Bildungsprogramme, Gesundheitsinitiativen und Kooperationen mit lokalen NGOs. Gleichzeitig wird betont, dass nachhaltige Lösungen nicht allein durch Kontrolle oder Sanktionen entstehen, sondern durch langfristige Kooperation, gemeinsame Verantwortung und die Berücksichtigung lokaler sozialer Bedingungen.

Wichtig ist dem Team des LEIZ die Offenheit der Materialien – denn Wissen soll geteilt, weiterentwickelt und gemeinsam genutzt werden: