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be.boosted - Interview Nicolas Henriksson

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19.08.2025

Nicolas Henriksson über das Fellowship-Programm be.boosted. Über 5 Monate entwickeln die Fellows sowohl Fertigkeiten in Rhetorik, Körpersprache und Verhandlung als auch was wertebasierte Führung bedeutet und wie man wertebasiert führt. Das Fellowship wird von individuellem Alumni-Mentoring begleitet, um die Entwicklung jedes Fellows zusätzlich zu fördern.

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be.boosted unterstützt die Entwicklung dieser Fähigkeiten und begleitet diesen persönlichen Weg mit einem einzigartigen Netzwerk aus mittlerweile über 250 Alumni, das Gleichgesinnte aus ganz Europa verbindet und den persönlichen Erfolg weiter vorantreibt.

Die aktiven Chapter in Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Benelux, Frankreich und dem Vereinigten Königreich organisieren regelmäßig Meetups zum gegenseitigen Austausch. Zudem findet jährlich im Frühling der Alumni-Summit statt, bei dem Alumni aus allen Jahrgängen zusammenkommen, um in Workshops ihre Skills zu schärfen und sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen.

Daneben gibt es auch gut genutzte Online-Angebote, z.B. die Life-Long-Learning Sessions bei denen konzentriert über das Fellowship hinaus gehender Input vermittelt wird. Außerdem können sich Alumni regelmäßig in eine Alumni Bubble matchen lassen, um in Kleingruppen an ihrer persönlichen Weiterentwicklung zu arbeiten oder über ihre Werten zu reflektieren.

Das Fellowship-Programm selbst besteht aus zwei Teams mit mehr als 12 wöchentlichen Calls, drei Wochenend-Workshops in Präsenz und zwei finalen Challenges, um das Gelernte anzuwenden.

In diesem Jahr wurde die be.boosted Delegation bei der Harvard WorldMUN in Manila, Phillipinen, mit dem Spirit Award 2025 ausgezeichnet. Der Spirit Award wird an Teams verliehen, die außergewöhnlich gut den Geist von WorldMUN und den Vereinten Nationen verkörpern. Dieser Preis würdigt Teams, die durch ihre Zusammenarbeit, ihr Engagement und ihre positive Einstellung herausragen. Gewürdigt werden damit insbesondere die Werte von Gemeinschaft, Diplomatie und globaler Zusammenarbeit. Wir sprachen mit Nicolas Henriksson über das Förderprogramm.

KSG: „Wer bist du und in welchem be.boosted Team bist du?“

Nicolas Henriksson (NH): „Ich bin Nicolas, 27, studiere derzeit meinen Master in Public Policy in Berlin und war Teil des 2024/25 WorldMUN-Teams bei be.boosted.“

KSG: „Was hat dich bewogen, dich bei be.boosted zu bewerben?“

(NH): „Ich bin über einen Freund auf be.boosted aufmerksam geworden - und schnell hat mich die Kombination aus Kommunikation, Teamarbeit und persönlicher Weiterentwicklung fasziniert.  Besonders beschäftigt hat mich der Gedanke, wie schwer es mir manchmal fällt, Menschen von ihren Meinungen zu trennen. Das hat in der Vergangenheit oft zu Reibungen geführt - und ich hatte das Gefühl, dass be.boosted mir helfen könnte, damit konstruktiver umzugehen. Der Wunsch, mich selbst besser kennenzulernen, hat mich letztlich zur Bewerbung gebracht.“

KSG: „Welche Erwartungen hattest du und wurden diese erfüllt?“

(NH): „Ich wollte konkrete Fähigkeiten lernen: freies Sprechen, kreatives Storytelling, und das Bestehen in ungeplanten, herausfordernden Situationen. Was ich aber tatsächlich erlebt habe, hat meine Erwartungen weit übertroffen.  Ich habe gelernt, mich auch in heiklen Momenten auf meine eigene Stimme zu verlassen - und dass viele Antworten bereits in uns selbst liegen. Gleichzeitig habe ich erfahren, wie viel man voneinander lernen kann, wie inspirierend Menschen sind, die sich gegenseitig bestärken, und wie viel Nähe entsteht, wenn man als Gruppe ehrlich und offen durch Herausforderungen geht. Diese Erfahrung hat mich nicht nur auf rhetorischer Ebene weitergebracht, sondern auch als Mensch reifen lassen.“

„Es hat mir gezeigt, wie viel Raum es gibt, über die eigenen Grenzen hinauszugehen, sich zu entfalten und wirklich sichtbar zu werden.“

Nicolas Henriksson

 

KSG: „Hast du weitere Anmerkungen oder besondere Geschichten aus der Zeit?“

(NH): „Am Ende des Fellowships sagen viele denselben Satz: „Hätte ich mich doch nur noch ein bisschen mehr herausgefordert. Wäre ich doch noch ein kleines Stück weiter aus meiner Komfortzone gegangen.“ Hätte ich doch in einer Mock MUN eine Rede gehalten, bei der ich auf den Tisch klettere oder meine Notizen dramatisch zerreiße und in die Luft werfe. Hätte ich meine Gruppe dazu angestiftet, beim Karaoke noch lauter zu singen. Oder diese abgefahrene Speise bei WorldMUN probiert. 

Was auch immer es ist, was du ausprobieren möchtest – be.boosted ist deine Spielwiese, dein Labor. Der Ort, an dem du Neues testen, über dich hinauswachsen und dich ausprobieren kannst. Und der Ort, an dem du verstehen wirst: Um Neues zu lernen, musst du bereit sein, Neues zu wagen. Fellows haben alle Möglichkeiten, das Programm aktiv mitzugestalten. Ihr könnt eigene Gruppen gründen, eigene Challenges entwickeln, eure eigenen Rituale schaffen. Euch gegenseitig pushen, euch ausprobieren, Grenzen verschieben. Es liegt in eurer Hand – und es hängt einzig und allein an eurer Eigeninitiative. Nutzt die Zeit. Nutzt den Raum. Nutzt die Vertrautheit. Nutzt alles, was ihr euch gemeinsam aufbauen könnt. Um zu entdecken, zu lernen und das Maximum aus diesem Programm mitzunehmen.  Euer Fellowship ist das, was ihr daraus macht. Viel Spaß dabei!“

KSG: „Wir sagen herzlich Danke für das Interview.“

„Um Neues zu lernen, musst du bereit sein, Neues zu wagen.“

Nicolas Henriksson

KSG: „Was war das prägendste Erlebnis im Rahmen der Teilnahme?“

(NH): „Ein besonders prägendes Erlebnis hatte ich bei einer Übung während Offline I. Dabei sollten wir zu einem Thema eine Rede halten und dabei gezielte Prompts verwenden. Ein Fellow bekam das Thema: „Weshalb Harry Styles der Mozart des 21. Jahrhunderts sein sollte.“ Er sollte dabei besonders ausdrucksstarke Mimik und Gestik einsetzen. Nach seiner Rede wurde er gefragt, wie ausdrucksstark er sich selbst auf einer Skala von 1 bis 10 einschätzen würde. Er antwortete mit einer 8. Unsere Trainerin hingegen meinte, für sie habe es eher wie eine 2 von 10 gewirkt.  Das war für mich absolut eindrucksvoll: Mir wurde bewusst, wie groß das Spektrum wirklich ist, was Ausdruck und Wirkung betrifft. Und wie unterschiedlich Selbst- und Fremdwahrnehmung sein können. Es hat mir gezeigt, wie viel Raum es gibt, über die eigenen Grenzen hinauszugehen, sich zu entfalten und wirklich sichtbar zu werden.“

KSG: „Was nimmst du insgesamt für dich aus dem Programm mit?“

(NH): „Ganz klar: die Menschen. Beziehungen sind das Fundament unserer Gemeinschaft. Sie halten uns als Gesellschaft zusammen. Aber solche Verbindungen entstehen nicht von allein. Sie müssen aktiv aufgebaut und gepflegt werden.  Während meiner Zeit bei be.boosted habe ich erlebt, wie Beziehungen durch ehrliches Feedback, mutiges Aufeinanderzugehen und gemeinsame Herausforderungen wachsen. Die Freundschaften, die ich dort knüpfen durfte, fangen gerade erst an. Und ich freue mich auf all die gemeinsamen Erlebnisse und Abenteuer, die noch vor uns liegen.“

KSG: „Hast du weitere Anmerkungen oder besondere Geschichten aus der Zeit?“

(NH): „Am Ende des Fellowships sagen viele denselben Satz: „Hätte ich mich doch nur noch ein bisschen mehr herausgefordert. Wäre ich doch noch ein kleines Stück weiter aus meiner Komfortzone gegangen.“ Hätte ich doch in einer Mock MUN eine Rede gehalten, bei der ich auf den Tisch klettere oder meine Notizen dramatisch zerreiße und in die Luft werfe. Hätte ich meine Gruppe dazu angestiftet, beim Karaoke noch lauter zu singen. Oder diese abgefahrene Speise bei WorldMUN probiert. 

Was auch immer es ist, was du ausprobieren möchtest – be.boosted ist deine Spielwiese, dein Labor. Der Ort, an dem du Neues testen, über dich hinauswachsen und dich ausprobieren kannst. Und der Ort, an dem du verstehen wirst: Um Neues zu lernen, musst du bereit sein, Neues zu wagen. Fellows haben alle Möglichkeiten, das Programm aktiv mitzugestalten. Ihr könnt eigene Gruppen gründen, eigene Challenges entwickeln, eure eigenen Rituale schaffen. Euch gegenseitig pushen, euch ausprobieren, Grenzen verschieben. Es liegt in eurer Hand – und es hängt einzig und allein an eurer Eigeninitiative. Nutzt die Zeit. Nutzt den Raum. Nutzt die Vertrautheit. Nutzt alles, was ihr euch gemeinsam aufbauen könnt. Um zu entdecken, zu lernen und das Maximum aus diesem Programm mitzunehmen. Euer Fellowship ist das, was ihr daraus macht. Viel Spaß dabei!“

KSG: „Wir sagen herzlich Danke für das Interview.“