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Zwischen Musik und Unternehmertum: Wie die ETA junge Talente inspiriert

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© Zhanna Potseluiva
22.07.2025

Die Entrepreneur Talent Academy (ETA) bietet jungen, ambitionierten Menschen eine Plattform, um sich mit den Themen Gründung und Selbstständigkeit auseinanderzusetzen. Auch wenn nicht alle Teilnehmenden eine eigene Firma gründen möchten, profitieren sie von den Einblicken in unternehmerisches Denken und den Austausch mit Gleichgesinnten. Eine ehemalige ETA-Teilnehmerin ist Zhanna Potseluieva, die bereits als selbstständige E-Violinistin erfolgreich ist.

Im Interview berichtet sie, wie sie zur ETA kam, welche Herausforderungen sie als Unternehmerin erlebt und welche Impulse sie aus der Veranstaltung mitgenommen hat.

KSG: „Wie bist du auf die ETA aufmerksam geworden und was hat dich dazu motiviert, teilzunehmen?“

Zhanna Potseluieva (ZP): „Über eine Stipendiatin der SDW an meiner Schule bin ich erstmals auf die ETA gestoßen. Das Thema Gründen und Selbstständigkeit war für mich sofort spannend, da ich mich bereits mit 18 selbstständig gemacht habe. Die Möglichkeit, dieses Wissen zu vertiefen und mich mit anderen ambitionierten Teilnehmenden auszutauschen, hat mich schließlich überzeugt, dabei zu sein.“

„Für mich steht vor allem die Freiheit und Eigenverantwortung im Vordergrund, die mit der Selbstständigkeit einhergehen.“

Zhanna Potseluieva
Teilnehmerin der ETA

© Bild: Zhanna Potseluiva

KSG:„ Was fasziniert und motiviert dich am Thema Gründen und Selbstständigkeit?“

ZP: „Für mich steht vor allem die Freiheit und Eigenverantwortung im Vordergrund, die mit der Selbstständigkeit einhergehen. Ich genieße es, meinen beruflichen Weg selbst gestalten zu können und kreative Projekte zu realisieren. Es geht mir primär darum, meine Fähigkeiten effektiv einzusetzen und damit einen echten Mehrwert zu schaffen. Langfristig verfolge ich den Plan, als selbstständige Anwältin tätig zu sein, weshalb ich auch Jura studiere. Mit Musik werde ich auf lange Sicht tatsächlich eher weniger zu tun haben.“

KSG: „Hast du bereits Ideen oder Projekte, die in Richtung Gründung/Selbstständigkeit gehen?“

ZP: „Ja, ich bin bereits als E-Violinistin selbstständig und trete deutschlandweit auf – von renommierten Locations wie dem Gibson Club Frankfurt oder dem Bootshaus Nürnberg bis hin zu Events großer Unternehmen wie UBS, Samsung und LVM. Letztes Jahr durfte ich außerdem das Finale der Longines Balve Optimum Reitermeisterschaften begleiten, was ein großes Highlight meiner bisherigen Karriere gewesen ist.“

KSG:„ Du spielst auf einer Yamaha SV-255,  die normalerweise ohne Lichter erhältlich ist. Die Beleuchtung hast du selbst drangebaut, weil du sagst, dass beleuchtete E-Geigen selten von guter Qualität sind. Hier zeigt sich dein unternehmerisches Denken, Dinge zu verbessern. Welche weiteren  Herausforderungen stehen aktuell für dich im Vordergrund?“

ZP: „Die größte Herausforderung ist für mich momentan das Management meiner Aufträge. Während eine Musikvermittlungsagentur mich in vielen Bereichen unterstützt, bereitet die Organisation größerer Anfragen außerhalb dieser Struktur oft Schwierigkeiten. Zudem stoße ich zunehmend an Kapazitätsgrenzen und muss immer häufiger potenzielle Aufträge ablehnen. Eine effiziente Lösung für eine bessere Verteilung ist daher dringend notwendig.“

KSG: „Was hat dir bei der ETA besonders gut gefallen und warum?“

ZP: „Besonders inspiriert hat mich die Dynamik innerhalb der Gruppe – insbesondere während des Kick-Off-Workshops. Obwohl ich aus Frankfurt komme, wurde ich der Region Stuttgart zugeordnet und konnte dort wertvolle Kontakte knüpfen. Zwar habe ich leider ein paar privat organisierte Treffen der Gruppe verpasst, da ich nicht spontan nach Stuttgart kommen konnte, aber nichts destotrotz war ich superglücklich mit den Menschen, die ich treffen durfte. Der Austausch mit gleichgesinnten Jugendlichen, die ebenfalls unternehmerisch denken, war eine echte Bereicherung.“

KSG: „Was nimmst du insgesamt von der Teilnahme an der ETA mit und wie hat sich dein Leben seitdem verändert?“

ZP: „Die ETA hat mein Netzwerk deutlich erweitert und mir neue Perspektiven auf das Thema Selbstständigkeit eröffnet. Auch wenn es in meinem Leben bisher keine drastischen Veränderungen gab, hat mich die Veranstaltung dazu inspiriert, eine eigene Produktidee zu entwickeln, an der ich aktuell arbeite. Ich bin gespannt, wie sich dies zukünftig weiterentwickelt.“

Wir sagen herzlich Danke für das Interview, das Sofia Delgado mit Zhanna geführt hat, und wünschen ihr für Ihren persönlichen Weg alles Gute. Die ETA startete im Frühsommer bereits in den 4. Batch. Die Bewerbungsfrist für den 5. Durchgang beginnt voraussichtlich im Herbst 2025. Interessierte können sich auf der Webseite der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) vormerken lassen.

© Bild: Zhanna Potseluiva