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26. Bucerius Summer School: Skills, Scenarios & Leadership

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© David Aussenhofer/ ZEIT STIFTUNG BUCERIUS
01.09.2026

Nach ihrem Jubiläum im vergangenen Jahr begrüßte die Bucerius Summer School ihre Teilnehmenden vom 7. bis 17. August 2026 unter dem neuen Motto: „Skills, Scenarios, Leadership“.

Ziel des in Kooperation zwischen der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und der Karl Schlecht Stiftung realisierten Seminars blieb dabei weiterhin, Führungsqualitäten zu fördern, indem junge Fachkräfte in einen internationalen Dialog über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale und rechtliche Fragen eingebunden werden.

So nahm der Vorsatz, Handlungsfähigkeit unter jungen Führungskräften auf globaler Ebene zu stärken, einen präsenten Teil in der Programmgestaltung ein. Die Teilnehmenden lernten von bekannten Referentinnen, Referenten und Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und dem NGO-Bereich. Im Kontext der Szenario-Entwicklung blickten die Teilnehmenden auf konkrete Entwicklungen und Herausforderungen.

An dem 10-tägigen Programm nahmen in diesem Jahr 52 Führungskräfte im Alter von 28 bis 36 Jahren aus insgesamt 27 Nationen teil. Nominiert wurden sie von Regierungschefs, Ministern, Unternehmensvorständen, Universitäten, Medienhäusern und Direktionen internationaler Organisationen.

Gemeinsam mit dem Projektteam reisten die Teilnehmenden im Rahmen des Programms nach Hamburg, Lübeck und Berlin. Vor allem in der Hauptstadt standen Besuche mit hochkarätigen Regierungsvertreterinnen und -vertretern auf dem Plan, unter anderem im Bundeskanzleramt, beim Auswärtigen Amt und dem Verteidigungsministerium.

Der Hauptteil des Programms fand aber in Hamburg statt und schaute auf internationale wirtschaftliche und politische Fragen, die in Talks, Keynotes, immersiven Workshops und Simulationen diskutiert wurden.

Zu den Themen gehörten hier u.a. die Einwirkungen von Künstlicher Intelligenz auf wirtschaftliche Systeme und politische Regelwerke und die Wichtigkeit der Selbstführung in einer sich rasant weiterentwickelnden Welt.

© Bild: David Aussenhofer
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Dr. Jonathan Keir im Gespräch mit Professor Manuel Hartung Vorstandsvorsitzender der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS© Bild: David Aussenhofer

„Alle wissen, dass die Welt im Jahr 2050 radikal anders aussehen wird, sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich und sogar geopolitisch, und dass die jungen Führungskräfte von heute diesen unebenen Übergang – sehr schnell in einigen Bereichen, etwas langsamer in anderen – irgendwie humanistisch managen werden müssen“, so KSG-Referent und gebürtiger Neuseeländer Dr. Jonathan Keir, der das Programm von  KSG-Seite begleitet.

„Innere Reflexion und Meditation über eigene Lebensziele ist richtig und wichtig, und das fördern wir in anderen Projekten. Hier geht es aber mehr darum, die eigene Rolle in einer Welt zu finden, die in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten mit Hundert Krisen – alten und neuen – konfrontiert wird. Wer die Bucerius Summer School-Erfahrung über neun superintensive Tage gemacht hat, weiß, auf dem Spiel steht: können wir mit Blick auf KI, Klimawandel und Nationalismus eine neue, humanistische Weltordnung in den nächsten 25 Jahren bauen, oder nicht? Ohne aktive Koordination und Dialog zwischen Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Medien wird ein solch humanistischer Übergang unmöglich.“ 

„Kein anderes Format ermöglicht Teilnehmern aus allen Kontinenten einen derart intensiven Austausch zu kritischen Themen von Kriegen über Kultur bis hin zur künstlichen Intelligenz.“

Artur Klingbeil, Teilnehmer der BSS 2026

„Die Bucerius Summer School ist ein einmaliges Erlebnis“, so Artur Klingbeil, BSS-Teilnehmer und Stipendiat am Wittenberg Zentrum für Globale Ethik, der früher bei Boston Consulting Group gearbeitet hat und jetzt zu Ethik und KI promoviert.

„Nirgendwo sonst treffen derzeitige und zukünftige Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik, Diplomatie, Journalismus, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aufeinander, um die drängendsten Themen unserer Zeit zu diskutieren. Kein anderes Format ermöglicht Teilnehmern aus allen Kontinenten einen derart intensiven Austausch zu kritischen Themen von Kriegen über Kultur bis hin zur künstlichen Intelligenz.“

Artur Klingbeil (2. v. l) und Teilnehmende der BSS 2026© Bild: David Aussenhofer

Die Bucerius Summer School wird von der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS seit über 25 Jahren in Anlehnung an die berühmte internationale Summer School der Harvard University in den USA vor allem als ‘transatlantische Brücke’ durchgeführt. Die Identität des Programms hat sich aber über die Jahre stark entwickelt: das Programm ist jetzt u.a. als Dialogplattform zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden zu verstehen. Die KSG fördert das Format seit 2023 und hat im Sommer 2026 eine weitere Förderung um drei Jahre bis 2029 beschlossen.