Aktuelles

KSG Best Entrepreneurship Research Award 2025

Bildinfo
21.11.2025

Die Karl Schlecht Stiftung (KSG) hat in diesem Jahr die Arbeit „On the edges of civic wealth creation: From entrepreneurial spark to civic stewardship“ von Debora Read (Universität Bern), Prof. Dr. Sabrina Schell (Berner Fachhochschule) und Prof. Dr. Andreas Hack (Universität Bern) mit dem mit 4.000 EUR dotierten „KSG Best Entrepreneurship Research Award 2025“ ausgezeichnet.

Auszeichnung für Debora Read, Prof. Dr. Sabrina Schell und Prof. Dr. Andreas Hack

Diese Jahr haben wir die Arbeit On the edges of civic wealth creation: From entrepreneurial spark to civic stewardship“ von Debora Read (Universität Bern), Prof. Dr. Sabrina Schell (Berner Fachhochschule) und Prof. Dr. Andreas Hack (Universität Bern) mit dem mit 4.000 EUR dotierten „KSG Best Entrepreneurship Research Award 2025“ ausgezeichnet.

Die Preisverleihung an Debora Read und Prof. Dr. Andreas Hack fand am 18. September 2025 auf der Abendveranstaltung des 28. G-Forums 2025 in Stuttgart statt. Die Preisübergabe erfolgte durch den Juryvorsitzenden Prof. Dr. Christoph Stöckmann (Freie Universität Bozen, FGF-Vizepräsident) gemeinsam mit den Jurymitgliedern Prof. Dr. Matthias Baum (Universität Bayreuth, FGF-Präsident) und Prof. Dr. Sylvia Hubner-Benz (Universität Paderborn).

Inhalt der ausgezeichneten Arbeit

On the edges of civic wealth creation: From entrepreneurial spark to civic stewardship

Civic Wealth Creation (CWC) ist ein kollaborativer Prozess, in dem verschiedene regionale Interessengruppen gemeinsam Lösungen entwickeln, die lokalen zivilgesellschaftlichen Mehrwert generieren. Allerdings besteht Forschungsbedarf hinsichtlich der Initiierung, Entwicklung und des langfristigen Bestands solcher Bemühungen.

In ihrem Forschungsprojekt untersuchen die Autor:innen die Entwicklung eines kollaborativen Logistiknetzwerks in der Schweiz, dessen Ansatz ursprünglich von einem Unternehmer aus einem familiengeführten KMU entwickelt und später erfolgreich auf nationaler Ebene skaliert wurde.

Auf der Grundlage einer qualitativen Fallstudie in der Schweiz und einer induktiven Prozessanalyse entwickeln die Autor:innen ein dreistufiges Phasenmodell für CWC. Dieses liefert drei zentrale Erkenntnisse. Erstens zeigt sich die entscheidende Bedeutung der oft übersehenen Phasen vor und nach der eigentlichen Zusammenarbeit für die Entstehung und Nachhaltigkeit von zivilgesellschaftlichem Wohlstand. Zweitens wird die zentrale Rolle individueller unternehmerischer Akteure für die Initiierung von Veränderungen in der Frühphase, der Bewältigung von Übergangsphasen und der langfristigen Erhaltung der entwickelten Lösungen herausgearbeitet. Drittens wird deutlich, wie kollaborativ erarbeitete Lösungen über ihre lokalen Ursprünge hinaus skaliert werden können, ohne regionale Verankerung und Wertschöpfung zu beeinträchtigen.

Insgesamt liefern diese Erkenntnisse ein dynamisches, zeitlich umfassendes Verständnis von CWC und betonen die zentrale Rolle unternehmerischer Akteure sowohl für die Entstehung als auch für die langfristige Tragfähigkeit von zivilgesellschaftlichem Wohlstand.

(v.l.n.r.): Theo Pelz, Leonie Szyperski (beide Szyperski Stiftung), Patrick Figge (Preisträger Norbert Szyperski Technologie- und Innovationsmanagement Award), Diemo Urbig (FGF-Präsidium und Jurymitglied), Matthias Baum (FGF-Präsident und Jurymitglied), Katharina Scheidgen, Lara Hitgen (Preisträgerinnen Newcomer Award), Andreas Hack, Debora Read (PreisträgerIn KSG Award), Sylvia Hubner-Benz (Jurymitglied), Christoph Stöckmann (FGF-Vizepräsident und Juryvorsitzender

Der Preis

Der KSG Best Entrepreneurship Research Award richtet sich an alle AutorInnen, die zum G-Forum 2025 einen Full-Paper-Vorschlag eingereicht hatten.

Die PreisträgerInnen wurden in einem zweistufigen Auswahlverfahren ermittelt. Zunächst wurden die im Double-blind-Review am besten bewerteten wissenschaftlichen Arbeiten nominiert. Anschließend wählte eine Jury daraus die zu prämierende Arbeit aus. Die Auszeichnung ist mit 4.000 EUR dotiert und wurde von der Karl Schlecht Stiftung bereits zum elften Mal vergeben.

FGF – Forschungsnetzwerk Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand e. V.

Der gemeinnützige FGF e.V. wurde 1987 zur Förderung des Gedankens der unternehmerischen Selbstständigkeit und des unternehmerischen Handelns gegründet. Heute ist der gemeinnützige FGF die führende wissenschaftliche Vereinigung für Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Gründung und Nachfolge, Mittelstand, Innovation und Familienunternehmen sind die zentralen Themen des Vereins (FGF-Homepage).