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3 Fragen an Dr. Gunther Wobser

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© Chris Rausch
24.04.2026

In unserer Reihe „3 Fragen an…“ sprechen wir mit Partnern und Persönlichkeiten aus unserem Stiftungsnetzwerk und geförderten Projekten über das Thema Good Leadership.   

Unsere drei Fragen richten wir heute an Dr. Gunther Wobser, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Futurelabs GmbH in Lauda-Königshofen. 

Karl Schlecht stiftung (KSG): Herr Dr. Wobser, was bedeutet für Sie "Good Leadership"?

Gunther Wobser (GW): Gute Führung umfasst die Fähigkeit ein Team auf ein gemeinsames Ziel auszurichten, Freiräume zu geben sowie die vorhandenen Fähigkeiten bestmöglich zu nutzen und zielgerichtet zu erweitern. Außerdem ist ehrliche Wertschätzung und Anerkennung aller Beteiligten nach wie vor, unabhängig von der Führungsmethode, der wichtigste Motivator. Strenge und Disziplin müssen in bestimmten Situationen ebenfalls sein, dürfen aber nicht dominieren.

KSG: Wie äußert sich "Good Leadership" in Ihrem beruflichen Umfeld? 

GW: Ich bin von dem Konzept der Ambidextrie, dem beidhändigen Ansatz, überzeugt, denn es ist die Antwort auf die zunehmend komplexeren Rahmenbedingungen. Bezogen auf Führung heißt Beidhändigkeit nicht nur die Geschäftsmodelle von heute und morgen gleichzeitig zu verfolgen, sondern als Führungskraft wichtige Fragestellungen vorzudenken und zum Teil selbst unternehmerisch umzusetzen, aber gleichzeitig die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Führungskräfte und des gesamten Teams zu fördern.

„Gute Führung umfasst die Fähigkeit ein Team auf ein gemeinsames Ziel auszurichten“

Dr. Gunther Wobser

 

KSG: Welche Eigenschaften oder Kompetenzen sind Ihrer Meinung nach heutzutage notwendig, um ein guter Leader zu sein? 

GW: Bei den Kompetenzen guter Führung denke ich in erster Linie an „digitale Führung“, aber nicht im Sinne von 0 und 1 als binäre Zustände, sondern als Wille und Fähigkeit der Führungskraft zum digitalen Wandel und zur konsequenten Umsetzung der digitalen Transformation samt KI. Weitere wichtige Eigenschaften eines guten Unternehmenden sind meiner Erfahrung nach Optimismus, Beharrlichkeit und Risikofreude.

Wir sagen Danke für das Interview